Tipps & Tricks

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Das Wetter im Auge behalten

Eine zuverlässige Wetterprognose ist wichtiger Teil der Vorbereitung eines Ausfluges ans Fischwasser. Das Internet verfügt über eine Vielzahl von Webseiten, die Wetterprognosen als Service anbieten. Ich benutze gerne ‘meteovista‘ oder ‘wetteronline‘ um mir schnell eine Übersicht zu verschaffen. Die nachstehende Karte zeigt das aktuelle Wetter an.

Liste Equipment / Ausrüstung

Die Freude am Fischwasser kann schnell verfliegen, wenn etwas wichtiges vergessen worden ist. Aus meiner Erfahrung heraus habe ich für das jeweilige Fischen eine Liste mit Equipments bzw. Ausrüstungen erarbeitet, die mir bisher eine gute Hilfe war (Verbesserungsvorschläge jederzeit willkommen !)

“Hunderprozentige” Knoten

Im Laufe meines Fischerlebens habe ich eine Vorliebe für Knoten entwickelt, die eine nahezu 100%ige Tragkraft der Schnur besitzen, einfach zu binden und darüber hinaus klein sind. Wie beim Anfertigen eines jeden Knoten ist auch bei diesen darauf zu achten, dass

a) sie langsam zugezogen werden und

b) die Schnur dabei feucht ist.

Unter Beachtung dieser beiden Regeln wird die Knotenfestigkeit am besten ausgenutzt. Die nachstehenden Knoten (in Leserichtung) sind:

Achterschlaufe: Guter und schneller Knoten zur Herstellung einer Schlaufe oder zum Verbinden zweier Schnüre. Ab einem Schnurdurchmesser von ca. 0.20mm spielt der Knoten seine Vorteile gut aus. Albright-Knoten: Guter Knoten zum Verbinden von Schnüren sehr unterschiedlicher Stärke. Wird häufig für eine feste Verbindung zwischen Nachschnur (running line) und der Fliegenschnur verwendet. Blutknoten: Ein guter Knoten für die Verbindung zweier monofiler Schnüre. Für selbstgefertigte Vorfächer der beste Knoten. Die Anzahl der Windungen variiert mit dem Durchmesser der monofilen Schnur und liegt zwischen 2 bis 5 Windungen. Je dünner der Durchmesser, desto mehr Windungen sind erforderlich. Verbesserter Clinch / Klammerknoten: Der Standardknoten für das Anbinden der Trockenfliege oder der Nympfe an die Vorfachspitze. Gary- Martin (Weltausstellungsknoten): Dieser Knoten eignet sich sehr gut für das Anbinden des Pitzenbauer Ringes an das Vorfachende oder um Haken von Tubenfliegen anzubinden. Ein äußerst zuverlässiger Knoten.  Grinner: Ebenfalls ein sehr guter Knoten zum Anbinden der Trockenfliege oder Nymphe.  Loop to Loop: Für mich die beste Verbindung zwischen Fliegenschnur / Vorfach bzw. Runningline / Schusskopf. Bei der Verbindung Fliegenschnur / Vorfach die Schlaufen so klein wie möglich herstellen. Non slip Rapala: Dieser Knoten verleiht allen Meerforellenfliegen und Streamern optimale Bewegungsfreiheit, so dass diese Fliegen ihre Reize voll ausspielen können. Palomar: Beim Lachsfischen der beste Knoten, um den Zwillings- bzw. Drillingshaken der Tubenfliege anzubinden. Er besitzt eine sehr hohe Tragkraft und  bleibt dabei klein. Perfection Loop: Der ideale Schlaufe am Vorfachende für die Verbindung mit der Fliegenschnur. Diese Schlaufe steht “perfekt” gerade zur Vorfachschnur. Verbesserter Palomer: Alternative zum “normalen” Palomer-Knoten. Yucatan: Ein zuverlässiger Knoten für die dauerhafte Verbindung zweier Schnüre von sehr unterschiedlichem Durchmesser. Sehr zu empfehlen z.B. bei Verbindungen zwischen geflochtener und monofiler Schnur.

knoten favoriten

Knotenabbildungen von Andreas Glock – Angelknotenpage.de –  mit freundlicher Genehmigung

Zuhause bleiben

Für uns Fliegenfischer ein schlimmer Gedanke. Aber es gibt eine Wetterlage, bei der ich sowie meine Fischerfreunde durchweg keine oder nur extrem schlechte Fangerfolge aufweisen können: Ist die Lufttemperatur kälter als die Wassertemperatur, dann scheinen die Fische jede Fresslust zu verlieren. Bei einer solchen Wetterlage, wie sie häufiger im Frühling und Herbst vorkommt, mache ich es mir immer öfter im Haus gemütlich. Und tröste meine ausdauernden Fischerfreunde, wenn sie durchgefroren ohne Fang zurückkommen…

Hingegen bricht eine sehr erfolgversprechende Periode an, wenn wärmere Luft diese Wetterlage verändert. Dann werden die Fische sehr aktiv und schlagen sich “wahllos” ihre Mägen voll.

Schussköpfe selbst günstig herstellen

Aus einer Double Taper (DT) Schnur lassen sich zwei Schussköpfe (ST) herstellen. Die DT- Schnur ein bis zwei Schnurklassen höher als die Klasse wählen, die der Schusskopf haben soll (also: 1 x DT 9 ~ 2 x ST 8). Dann die gewünschte Länge des Schusskopfes, die am günstigten zwischen 9 und 10 Metern liegt, von den beiden Enden abmessen und abschneiden. Loop herstellen und fertig ist der Schusskopf.

Dieses überschlägliche Abmessen der Länge des Schnusskopfes funktioniert ganz gut, kann aber ein genaues Abwiegen nicht immer ersetzen. Wer längere Schussköpfe über 10 Metern herstellen will, reduziert tendenziell die Schnurklasse; wer kürzere Schussköpfe unter 9 Metern herstellen will, erhöht die Schnurklasse entprechend.

DT- Schnüre sind mittlerweile sehr günstig geworden, eine solche Schnur alleine kostet schon wesentlich weniger als ein fertiger Schusskopf.

Schneller Wechsel zwischen Trocken- und Nassfliegenmontage

Ein sehr einfacher und schneller Wechsel zwischen der Trocken- und Nassfliegenmontage erlaubt mein Birnchen. Ich benutze es erfolgreich seit mehreren Jahren und kann seitdem auf Sink- und Sinktipschnüre komplett verzichten. Es ist außerdem sehr einfach und kostengünstig herzustellen.

Günstiges Bindematerial

Wer Fliegen bindet, der findet mittlerweile so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Immer speziellere Bindematerialien werden dargeboten – die allerdings einiges kosten.

Wer etwas Zeit investiert, kann den Geldbeutel merklich schonen. Gute Bälge und ähnliches können bei manchen Bauern günstig erworben und selber eingefärbt werden (z.B. mit Farbtabletten für Textilien). Auch der Kontakt zu einem Jäger ist von Vorteil, insbesondere wenn Fälle benötigt werden (Rehhaare usw.). Auch ein Besuch im Bastlerladen kann sehr ergiebig sein. In Berlin bin ich häufiger im Geschäft von Wilhelm Rüther, wo ich mich mit vielem eindecke.

Vorfach strecken

Ein gerade gestrecktes, kringelfreies Vorfach ist sehr wichtig. Das gebräuchliche Vorfachmaterial, sei des Nylon oder Flourcarbon, besitzt einen sogenannten “memory effect”, d.h. es nimmt die Form an, unter welcher es längere Zeit  gelagert wurde. Da Vorfachmaterial entweder in der Verpackung oder auf der Fliegerolle aufgerollt ist, besitzt es nach dem Ausrollen eine gekringelte Spiralform.

Um das Vorfach zu strecken, werden Streck-Gummis angeboten. Diese werden über das Vorfachmaterial gerieben, wodurch es erwärmt wird. Während das Vorfachmaterial warm ist lässt es sich gut verformen und verliert die gekringelte Spiralform, wenn es dann gestreckt wird. Allerdings haben diese Streck-Gummis den Nachteil, dass sie bei übermäßiger Reibung das Vorfachmaterial “verbrennen” können. Dann schmilzt die Schnur an und verliert massiv an Tragfähigkeit. Daher verwende ich zum Strecken meiner Vorfächer eine andere, folgend beschriebene Methode:

das Vorfachende muss von jemandem gehalten werden oder die bereits angebundene Fliege wird in einen Ring der Fliegenrute gehakt. Die eine Hand spannt das Vorfach leicht. die Kuppen von Zeigefinger und Daumen der anderen Hand umfassen nun das Vorfach und erwärmen es durch schnelle Reibebewegungen auf einem Vorfachabschnitt von  ca. 20 cm. Mit den Reibebewegungen aufhören, wenn die Wärme des Vorfachmaterials für beide Finger zu heiss wird. Das Vorfach noch ein paar sekunden gestreckt halten und es ist anschließend in diesem Abschnitt gestreckt.  Die selbe Prozedur für die anderen Vorfachabschnitte wiederholen.

Diese Methode verhindert das Anschmilzen der Schnur, da die Fingerkuppen mit ihren Sinneszellen eine Überhitzung verhindern. Die Wärme ist einerseits für die Streckung groß genug aber andererseits noch gering genug, dass die Schnur keinen Schaden nimmt.

Fangplätze finden

Google Maps verfügt über gute Satellitenbilder, mit deren Hilfe Fangplätze gefunden werden können. Insbesondere die Küstenfischer profitieren davon, da auf den Bildern die Beschaffenheit der Bodenstruktur des Flachwassers in Küstennähe gut zu erkennen ist. Aber auch im Bach und Fluss können vielversprechende Stellen, wie beispielsweise Wehre oder Gumpen, entdeckt werden.

Als Beispiel zeigt den guten Meerforellenangplatz bei Vitt auf Rügen an. Einfach “vitt rügen deutschland” in das Eingabefeld eingeben und Google Maps zoomt auf den Kartenausschnitt.

Bindematerial selbst färben

Gutes Bindematerial kann häufig günstig gekauft werden, wenn es farblos ist. Durch eigenes Färben erhält dann das Bindematerialien (Federn, Haare)  die gewünschte Farbe. Färbetabletten für Textilien sind dafür gut geeignet. Ich kenne mehrer Lachsfischer, die so Ihren günstig erworbenen Bälge den “richtigen” Farbton geben.

Mittel gegen Gnitzen (Kriebelmücken)

Die meisten Nordlandfahrer werden mit den Gnitzen (Kriebelmücken, “Knotts”) Bekanntschaft gemacht haben. Diese kleine Stechmückenart kommt auch vereinzelt in unseren Breiten vor – aber in Nordeuropa können sie in großen Schwärme auftreten und über ihre Opfer herfallen. Sie sind dabei sehr penetrant und lassen sie sich auch nicht von Kleidung und Haaren abschrecken, sondern kriechen bis an die Haut heran. Ergebnis der Stiche sind juckende Pusteln (auf dem folgenden Bild hat es die Stirn eines Kollegen getroffen).

Die klassischen Mittel gegen Mücken wehren die Gnitzen nicht zuverlässig ab. Nach meiner Erfahrung sind dafür Mittel besser geeignet, die den Wirkstoff “DEET” in hoher Dosis enthalten. In hoher Konzentration kann dieser Wirkstoff die Gnitzen zuverlässig für 1 bis 2 Stunden vom Leib halten.

DEET in ausreichend hoher Dosis ist beispielsweise in Care Plus und Anti Brumm Forte enthalten. Auch das aus Schweden stammende Mittel “Mygga” hilft nach meiner Erfahrung gut.

 

Steckverbindungen von Kohlefaserruten lösen

Mit zunehmender Wärme zieht sich Kohlefaser zusammen ! Darin unterscheidet sich das Ausdehnungsverhalten von Kohlefaser von den meisten anderen Materialien. Die Steckverbindungen unsere Kohlefaserruten lassen sich aus diesem Grunde oft sehr schwer lösen, wenn sich die Umgebungstemperatur zwischen dem Zeitpunkt des Zusammensteckens und Lösens erhöht hat. Dies ist oft der Fall, wenn sie morgens (bei geringerer Temperatur) zusammengesteckt wurde und mittags / abends (bei nun höherer Temperatur) auseinander genommen werden soll.

Daher ist das Abkühlen der Steckverbindungen sehr Hilfreich, um sie besser lösen zu können ! Oft reicht es aus, diese für einige Zeit in das kühle Nass des Fischwasser zu tauchen. Oder zuhause angekommen unter kaltes, fließendes Wasser zu halten.

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