Lefty Kreh und Longer Fly Casting

Bill und Jay Gammel gelten als Begründer der 5 Prinzipen des Fliegenwerfens, die u.a. von Ed Jaworowski in seinem Buch “Troubleshooting the Cast” aufgenommen wurden. Als ich vor einem Jahr das aktuellste Werk von Lefty “Longer Fly Casting” las, fiel mir ein weiteres Prinzip auf, welches so zuvor noch nicht formuliert wurde und das Lefty für den weiten Fliegenwurf postuliert:

You cannot move your rod hand well behind the body if you begin the cast with the thumb positioned on the top of the rod. You must grip the rod in the normal manner and then rotate your thumb about forty-five degrees away from the body“.

Lefty ist sich darüber bewusst, dass die auch von ihm bevorzugte Daumenhaltung der Fliegenrute die Länge des Wurfweges einschränkt, was für den weiten Fliegenwurf von Nachteil sein kann (siehe auch Abschnitt ‘Fliegenrutenhaltungen‘). Er löst diesen Nachteil im “Handumdrehen”: der Werfer soll den Daumen zu Beginn des Rückwurfs nach aussen drehen, so dass der Rückwurf als Sitecast ausgeführt wird und damit ein längerer Wurfweg gefahren werden kann, ohne dass die Rutenspitze eindreht bzw. die Rutenhand verkantet. Zu Beginn des Vorwärtswurfs empfiehlt Lefty die Rute wieder vertikal aufzustellen, so dass der Daumen oben auf dem Rutengriff aufliegt.

Lefty ist für mich ein wirklich guter und erfahrenen amerikanischer Wurflehrer unserer Zeit und die Prinzipien des Fliegenwerfens halte ich für sehr anschaulich und zutreffend. Bemerkenswert finde ich, dass Lefty in seinen Buch “Longer Fly Casting” auch unmissverständlich aufzeigt, dass die (gerade von vielen Amerikanern bevorzugte) Daumenhaltung nicht optimal ist, wenn ein längerer Wurfweg gefahren werden soll. Mit der Greifhaltung (wie auch mit der Zeigefinger oder Daumenzeigefingerhaltung) beispielsweise kann auf den ‘Trick’ mit dem Sitecast beim Rückwurf verzichtet werden.

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